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Unsere Projekte 2015
Brunnenbau, Schuluniformen, Schulgeld, Bücher, Hefte, medizinische Versorgung und wir halfen dort wo die Not am größten war mit Lebensmittel und Kleidung.
Die fleißigen Brunnenbauer haben in ca. zwei Monaten Wasser ins Dorf gebracht und die Bewohner können ihr Glück kaum fassen einen Brunnen in ihrem Dorf zu haben. Jeden Tag kommen sie und schauen, ob sie ihre Behälter schon füllen können, um sauberes Wasser zum Trinken und Waschen zu ihren Familien bringen zu können. Bislang haben sie hierfür teilweise einen Tagesmarsch mit dem schweren Wasserbehälter auf dem Kopf zurücklegen müssen.
Unser Projektleiter Ali hat viel Arbeit alles zu organisieren. Derzeit sind drei Brunnen im Bau. Um alle Baustellen beaufsichtigen zu können, fährt Ali viele Kilometer durch den Busch. Dies ist sehr zeitaufwendig, weil es kaum befestigte Straßen gibt und an jeder Baustelle andere Arbeiten mit verschieden Materialen und Handwerkern verrichtet werden. Außerdem müssen die gelagerten Baustoffe wie Sand und Steine sogar nachts bewacht werden, um einen Diebstahl zu verhindern. Diese Aufgabe übernehmen die Dorfbewohner aber in Vorfreude auf ihren eigenen Brunnen zuverlässig und gerne!
Der Brunnen ist fertig! Endlich gibt es Wasser für alle! Die Freude ist unbeschreiblich groß. Es wird sogar vor dem Brunnen getanzt und man will uns gar nicht mehr gehen lassen...
Diese „Mama“ holt ein Seil und einen Eimer, auf die sie nachts aufgepasst hat, für die Baustelle.
Die erste Wäsche ist mit dem Brunnenwasser gewaschen und ein Hirte führt seine Tiere zum Trinken an den neuen Brunnen. Die Dankbarkeit ist riesig groß und manche können ihr Glück auch noch nicht begreifen. „Wer hat euch geschickt hier einen Brunnen für uns zu bauen? Noch nie hat uns jemand irgendetwas geschenkt! Wir sind so dankbar für das was ihr für uns getan habt!“
Der Brunnen ist fertig und wir sind sehr zufrieden, dass alles so gut geklappt hat. Jetzt gibt es Wasser für alle und viele glückliche Menschen. Was gibt es Schöneres?
Mit einem voll mit Maismehl beladenen Motorrad sind wir heute hier, um zusammen mit Edith und Rolf den neuen Brunnen zu besichtigen und Lebensmittel an die überglücklichen Dorfbewohner zu verteilen.
Der zweite Brunnen: Auch hier hat alles gut geklappt. Die Brunnenbauer und Ali haben gute Arbeit geleistet. Wir werden vom Bürgermeister empfangen, der sich sehr freut, dass die Einwohner seines Dorfes endlich mit Trinkwasser versorgt sind.
Schon lange haben sie auf den Tag gewartet an dem endlich das Wasser am Grund des Brunnens erkennbar ist. Heute ist es endlich soweit!
Dieser nette Mann hat alle Brunnen beschriftet. Jetzt ist es auch hier soweit und viele sind gekommen und das zu erleben.
Unser dritter Brunnen hat für uns alle eine ganz besondere Bedeutung. Er wird ab jetzt vielen Menschen und Tieren ihr Leben etwas einfacher und gesünder machen. Darüber freuen wir uns sehr!
Die Dorfbewohner bestaunen das große Loch in der Erde. Hier mitten im Busch von vielen kleinen Dörfern umgeben, entsteht ein neuer Brunnen durch die Spendengelder unseres Vereins. Für die Menschen ist es unfassbar, was hier grade passiert. „Wasser für uns? Ganz in der Nähe! Das ist das pure Glück! Wer seid ihr, dass ihr das einfach so für uns macht?“ Immer ereilen uns die gleichen Fragen. Auch wir freuen uns darüber, denn die Hilfe kommt an!
Viele Wochen haben fleißige Hände diesen Brunnen gebaut. Nun können wir ihn der überglücklichen Dorfbevölkerung übergeben. Er wird hoffentlich viele Generationen mit Trinkwasser versorgen.
Alle Brunnen sind fertig und wir hatten viele schöne Momente mit den Dorfbewohnern, die uns sicherlich lange in Erinnerung bleiben werden. Dankbarkeit und Freudentränen geben uns das Gefühl das richtige getan zu haben, dort zu helfen wo die Not am größten ist!
Jedem Brunnen wurde nach kenianischer Tradition eine Ziege geopfert, auf dass das Wasser ewig fließen möge und der Brunnen immer gut gefüllt die Menschen mit dem lebensnotwenigen Wasser versorgt.
Die Ziege wurde dann zubereitet und unter den Dorfbewohnern geteilt. Welch ein Fest!
Auf dem Weg finden wir den jungen Ali im Busch. Der Weisenjunge wurde von seiner verbliebenen Familie verstoßen. Er besitzt nur was er am Körper trägt. Nicht einmal Schuhe... Schnell steht für uns fest, dass wir ihm helfen wollen, ihm eine Perspektive für seine Zukunft zu geben.
Anfangs war er sehr ängstlich und wollte uns nicht glauben, dass wir ihm helfen wollen. Er hat in seinen jungen Jahren schon viel trauriges erlebt. Sein Misstrauen können wir gut verstehen. Nach langen Gesprächen in seiner Muttersprache fasst er schließlich vertrauen und kann vor Freude seine Tränen nicht zurück halten. Wir hatten es schwer ihn wieder zu beruhigen. Nachdem wir ein Unterkunft und neue Kleidung für ihn organisiert hatten, kümmerten wir uns um einen Platz in einer Schule. In den nächsten zwei Tagen organisierten wir nicht nur den Platz sondern auch Schuluniform und alle weiteren benötigten Sachen. Bald besucht er, sehr zu meiner Freude, die von uns gebaute Ganja la Simba Schule.
Drei Wochen später ist es soweit. Wir besuchen den überglücklichen Ali in der Schule. Er besucht die siebte Klasse und hat viel Freude am Lernen. Er ist sogar zum Klassensprecher gewählt worden! Der erste Schritt in eine bessere Zukunft ist getan. Wir sind gespannt wie es weiter geht!
Hier treffen wir unterwegs auf eine arme Familie, die ums Überleben kämpft. Der Vater findet keine Arbeit obwohl er jeden Tag aufs neue sucht. Ihre einzige Mahlzeit besteht aus Maniok, weil alles andere unerschwinglich ist. Zu allem Übel hat die Mutter der Familie auch noch eine Maniok-Unverträglichkeit. Uns ist klar, wir müssen helfen. Wir versorgen die Familie erstmal mit Lebensmitteln und Kleidung und werden uns jetzt bemühen, dass der kleine Sohn Saidi in die erste Klasse gehen kann. Uns schlägt soviel von Herzen kommende Dankbarkeit entgegen, dass auch mir die Worte fehlen...
Wir treffen die kleine Familie glücklich wieder. Jeden Tag geht Saidi in die Dorfschule. Er hat auch schon einen Freund gefunden, mit dem er zusammen lernt und spielt. Für das Mittagessen in der Schule haben wir auch gesorgt.
Heute sind unser Ziel einige Schulen im Hinterland um Kinder, die wegen einer fehlenden Schuluniform nicht am Unterricht teilnehmen dürfen, neu auszustatten. Wir müssen nicht lange suchen. Wir finden einige Kinder weinend unter einem Baum sitzend. Wir haben eine Schneiderin dabei, die die Kinder vermisst. Wir lassen auch einge Kinder von zuhause holen. Der Lehrer notiert fleißig alle Namen, damit die neuen Uniformen auch zum richtigen Besitzer finden.
Es ist soweit. Die neuen Schuluniformen sind fertig. Zusammen mit Edith, Rolf und Sabine verteilen wir bepackt mit Keksen die neuen Uniformen in den Schulen. Ob wir wohl alle Kinder wiederfinden?
Eine Uniform bringen wir sogar persönlich tief in den Busch. Damit ein zurzeit von Hautausschlag auf dem Kopf geplagtes Mädchen nach ihrer Genesung wieder in die Schule gehen kann.
Wir verabschieden uns! Über 70 Uniformen haben wir heute verteilt. Die glücklichen Besitzer posieren noch für ein Foto.
Auf unserer Tour quer durch den Busch treffen wir diese drei Kinder. Ganz allein ohne Eltern. Unbeschreiblich welches Elend wir dort vorfinden. Das Haus ist so kaputt, dass es mit der nächsten Regenzeit bestimmt weg gespühlt werden würde. Eine Nachbarin versucht mit dem nötigsten zu helfen, aber auch sie hat nicht genug, um die Kinder zu versorgen. Es fehlt an Nahrung, Kleidung und eines der Kinder, das Mädchen Tabitha ist schwer krank. Uns stockt der Atem. Wir entscheiden sofort alle was wir noch an Nahrung und Kleidung bei uns hatten dort zu lassen. Zum Glück waren noch ein paar Tücher dabei, mit denen die Kinder sich nachts zudecken können. Am nächsten Tag treffen wir uns mit Tabitha und der Nachbarin am Krankenhaus von Msambeni. Nach langer Untersuchung im Krankenhaus steht fest, dass Tabithas Milz nicht richtig arbeitet. Sie muss einige Wochen im Krankenhaus bleiben. Sie benötigt Medizin und Blutkonserven. Wir kommen natürlich für ihre Behandlungskosten auf und stehen täglich im Kontakt mit ihrem Arzt. Endlich darf Tabitha, versorgt mit Medizin, wieder aus dem Krankenhaus. Wir konnten die Kinder bei einer Schwester vom Vater unterbringen. In großer Hoffnung, dass es Tabitha in Zukunft besser gehen wird, verabschieden wir uns. Auch wenn die Kinder vermutlich niemals eine Schule besuchen werden können...
Ein Kind mit Malaria. Wir bringen es mit seiner Mutter zum Arzt und bezahlen die Kosten.
Wir finden ein sehr herunter gekommenes Schulgebäude, dass aber noch voll genutzt wird. Die nächste Regenzeit wird dieses Gebäude wohl nicht mehr überstehen.
Wir beschließen diese Schule zu unserem nächsten Projekt für „Hand in Hand für Ukunda“ zu machen. Der Bürgermeister des Dorfes und die Lehrer machen sich Hoffnung auf Hilfe, dass der Schulbetrieb auch im nächsten Jahr weiter gehen kann. Ohne ein neues Gebäude könnte für die Kinder der umliegenden Dörfer kein Unterricht mehr stattfinden. Der Wechsel auf eine andere Schule wäre unmöglich, da es für einen sehr großen Umkreis die einzige Schule ist. Schon jetzt müssen wegen der kaputten Räume einige Kinder auf einem kleinen Fleck Schatten unter einem Baum lernen. Hier wird schnelle Hilfe benötigt!
Neugierig schauen die Kinder aus den „Fenstern“. Wir bringen Stifte, Hefte und einige Kartons Kekse mit. Viele der Kinder müssen hungrig zur Schule gehen. Zum Dank singen die Kinder uns ein Lied über ihren Alltag, welches sie zusammen in der Schule gelernt haben. Wir verabschieden uns und ein Lehrer ist so freundlich uns mit einem Eimer Wasser zum Auto zu begleiten. Der Boden der Schule ist so Sandig, dass wir uns erst mal waschen müssen um mit dem Auto nach hause zu kommen. Das Gehalt eines Lehrers in Kenia beträgt übrigens ca. 30€ im Monat. Auch hier ist es damit schwer seine Familie zu ernähren...
Hier bringen wir Makuti, ein Material aus Palmenblättern zum Dachdecken, um das Haus einer armen Familie zu reparieren. Der Vater bat uns mit Tränen in den Augen um Hilfe. Durch seine Arbeitslosigkeit konnte das Dach nicht fertig gestellt werden. Wir kauften zusammen mit dem Vater das Mukuti und Seile, damit seine Familie endlich vor Regen und Sonne geschützt ist. Die Mutter Familie weinte vor Freude. Sie konnte nicht glauben, dass es Menschen gibt die ihnen helfen. Nun brauchen sie nicht mehr vor der Regenzeit zu fürchten.
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